Dem Gewässer wissenschaftlich auf den Grund gehen

Als wir das Konzept unserer Oberstufe überdachten, wurde ein weiteres Projekt in einen Lebenszusammenhang gestellt. Im so genannten naturwissenschaftlich-ökologischen Projekt werden innerhalb von drei Wochen nicht nur chemische und biologische Daten an einem Fliessgewässer gesammelt, sondern es wird auch mit der kantonalen Behörde vom Amt für Umwelt zusammen gearbeitet.

Die Fragestellung wird jeweils mit dem Leiter des Labors abgestimmt, wodurch die Aufgabenstellung nicht einfach vom Lehrer, sondern von der Lebenspraxis gestellt wird. Die SchülerInnen werden durch die Biologin des Amtes für Umweltschutz in die Methoden eingeführt, bekommen vom Labor professionelle Ausrüstungen und sämtliche Chemikalien, die zur Bestimmung der Nährstoffe notwendig sind. Ohne diese Unterstützung wäre ein solches Projekt nicht denkbar. Die einzelnen Gruppen bekommen konkrete Aufträge, marschieren Flussabschnitte ab, müssen Proben erheben und Besonderheiten protokollieren.

Es wurden so schon Verschmutzungsquellen gefunden, die dann vom Amt aus unter Kontrolle gebracht worden sind. Neben der chemischen Untersuchung der Wasserproben werden auch Landschaftsbetrachtungen mit Zeichnen und Malen im Gelände draussen durchgeführt. Die Resultate müssen mit dem Computer ausgewertet werden, so dass aus dem gesamten Projekt ein Portfolio mit eigenen Bildern, Ergebnissen und Stellungnahmen resultiert.

Ganz besonders werden auch Strömungsversuche und biologische Bestimmungen durchgeführt. Um den Blickpunkt zu erweitern, werden auch die Probleme im Zusammenhang mit Wasser in der dritten Welt angesprochen und durch Darstellungen von erfahrenen Entwicklungshelfern ergänzt. Abschliessend zeigen die SchülerInnen anlässlich eines Elternabends gerne vor, was sie alles gelernt haben. Es gibt einen Bezug zur Chemie, zur Biologie, zu den Umweltfragen usw.

Der Schlussbericht wird dem Amt für Umweltschutz zur Verfügung gestellt. Während des Projektes wird von den SchülerInnen auch ein praktischer Einsatz gefordert. Beispielsweise konnten durch den Umweltbeauftragten der Stadt Kreuzlingen sinnvolle Arbeiten im Zusammenhang mit Gewässern gefunden werden. Das Ufer eines hochwassergefährdeten Gebiets wurde mit so genannten Weidenwippen sicher und naturnah verbaut.

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