Mathematik im praktischen Leben

„Fahrplankunde“ - Mathematik im praktischen Leben anwenden

Hier schreibt ein Schüler der 6. Klasse über den praktischen Teil der Mathematik-Epoche zur Fahrplankunde, die im Herbst dieses Schuljahres in der 6. Klasse stattgefunden hatte.

Die Schülerinnen und Schüler lernten mittels Einsatz von Fahrplänen und Landkarten, Zugsverbindungen zu „lesen“, Fahrzeiten zu berechnen und in Gruppen selbständig Reisen zu planen und diese der Klasse vorzustellen.

Am 29. November folgte der praktische Teil. Der ehemalige Schulvater und Lokführer, Herr H.R. Zweifel, machte es möglich, dass die 6. Klasse einen ganzen Thurbo-Zug während einer Stunde zwischen Kreuzlingen und Tägerwilen in Bewegung setzen konnte.

Ein unvergessliches Erlebnis für die jungen Lokführer/ innen!

Kurt Bräutigam, Klassenlehrer der 6. Klasse


Zum praktischen Teil: Ein „Thurbo“-lenter Traum geht in Erfüllung

So genau kann ich mich nicht mehr erinnern, aber vor ziemlich genau 12 Jahren soll eines meiner ersten Worte „Lokomotive“ gewesen sein. Damals hat es mir sicher noch ausgereicht, die kleine Spielzeug-Lok im Schaufenster einen Kreis fahren zu sehen. Heute dagegen langweilt es mich eher, wenn ich bei solchen Dingen nur zuschauen darf. Umso schöner war für mich der vergangene Montagmorgen! Ich durfte für zwei Minuten selber Zugführer sein. Zuerst die km/h festlegen, dann auf das Pedal treten, dann mit der Hand Gas geben, dann wieder bremsen, aber erst nach zwei Minuten. Aufregend, ziemlich spannend, interessant und ziemlich „Thurbo“ war der erste Schul-Morgen im Advent für uns alle.

Am Montag um 8 Uhr sind wir mit unserem Lehrer Herr Bräutigam zum Bahnhof gegangen, um uns mit den zwei Zugführern Herr Zweifel und Herr Wieder zu treffen. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine Gruppe war bei Herrn Zweifel, die andere bei Herrn Wieder. Als erstes haben sie uns erklärt, was man als Zugführer alles machen muss. Gas geben und bremsen!

Lokführerin Samira steuert den Thurbo-Zug Richtung Tägerwilen.

Aber es gab auch noch andere wichtige Details: So zum Beispiel wussten die meisten von uns nicht, dass der Strom, wenn er nicht mehr benötigt wird durch die Schienen wieder ins Kabel zurück geleitet wird, damit ihn andere Züge benutzen können. Wir haben auch gelernt, was die Knöpfe auf dem Schaltpult eines Zugführers alles können und wie man den Zug steuert. Wir durften auch einmal die Notbremse ziehen. Aber eine theoretische Einführung in den Beruf eines Zugführers von heute wäre nur eine halbe Sache gewesen, ohne einmal selber Lokführer sein zu dürfen, einen Zug ganz allein in eigener Verantwortung zu steuern.

Das war für jeden von uns ein echt „Thurbo“-lentes Vorweihnachtsgeschenk, an das wir uns alle noch lange erinnern werden.

Auch ein Lokführer-Lehrling war dabei, der uns sehr viel erklärt hat, zum Beispiel wie man ein Steuerpult wechselt. Er hatte noch am gleichen Mittag seine Prüfung. Wir wünschten ihm natürlich sehr, sehr viel Glück für seine bevorstehende Prüfung. Jetzt ist er bestimmt schon ein richtiger Lokführer.

Vincent Kretschmer, Schüler der 6.Klasse

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